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Beobachtungen

Beobachtungen sind das Herzstück deines Phylax-Profils. Eine Beobachtung hält fest, was du an deinem Körper wahrnimmst, in welches Muster es sich einordnet und wie du darauf reagierst. Wer chronisch krank ist oder einen langwierigen Klärungsprozess durchläuft, kennt das Problem: einzelne Symptome verlieren sich, Muster über Wochen werden vergessen. Phylax-Beobachtungen lösen das, indem jede Notiz in einer kleinen, vollständigen Form festgehalten wird.

Was eine Beobachtung enthält

Anders als ein klassischer Tagebucheintrag besteht eine Beobachtung in Phylax aus mehreren benannten Feldern. Drei davon sind Pflicht und tragen die Kernidee der "Lebenden Gesundheit":

  • Beobachtung (Fakt): Was hast du wahrgenommen. Möglichst konkret. Beispiel: "Heute morgens 7:30 Uhr Kopfschmerzen rechtsseitig, mit Druck aufgewacht."
  • Muster: In welchen Zusammenhang ordnest du das ein. Beispiel: "Tritt seit zwei Wochen mehrfach auf, immer nach kürzeren Nächten unter sechs Stunden."
  • Selbstregulation: Was tust du daraus. Beispiel: "Ab heute mindestens sieben Stunden Schlaf, Magnesium am Abend versuchen, in zwei Wochen erneut auswerten."

Diese Dreiteilung ist nicht zufällig. Sie zwingt zum Denken in Schleifen ("Was nehme ich wahr, was bedeutet es, was tue ich"), nicht in isolierten Symptom-Listen.

Zusätzlich gibt es Pflicht-Felder zur Strukturierung:

  • Thema: Eine kurze Überschrift, die diese Beobachtung mit anderen verwandten Beobachtungen gruppiert. Beispiele: "Schlaf", "Migräne", "Verdauung", "Energielevel". Phylax sortiert die Liste nach Thema, daher lohnt sich Konsistenz beim Wording.
  • Status: Wo stehst du gerade mit dieser Beobachtung. Frei wählbar. Typische Werte: "in Beobachtung", "geklärt", "wiederkehrend", "abgeklungen".

Optional ergänzen drei weitere Felder die Beobachtung:

  • Ärztlicher Befund: Was eine Ärztin oder ein Befund dazu gesagt hat. Wenn vorhanden, ist die Beobachtung verankert in fremder Einschätzung; wenn leer, ist es deine alleinige Wahrnehmung.
  • Querverweise: Verbindungen zu anderen Beobachtungen, Laborwerten oder Lebensereignissen. Beispiel: "Tritt korreliert mit Histamin-Themen auf, siehe Laborwerte vom 14.03."
  • Zusatzfelder: Frei benennbare Felder für ungewöhnliche Strukturen, die in das Standardraster nicht passen.

Wann du eine Beobachtung anlegen solltest

Niedrige Schwelle, hohe Treffsicherheit. Gute Anlässe:

  • Etwas Neues, das du noch nicht zuordnen kannst
  • Eine Wiederholung, die jetzt zum dritten oder vierten Mal auftritt
  • Eine Veränderung nach einer Anpassung (Schlaf, Ernährung, Supplement, Therapie)
  • Ein Wert oder Eindruck, den du beim nächsten Arzttermin nicht vergessen willst

Sieben Tage später sind solche Eindrücke fast immer weg. Die Beobachtung jetzt zu schreiben ist die einzige Art, sie für später nutzbar zu machen.

Beobachtung anlegen

In der Profilansicht im Bereich "Beobachtungen" findest du den Knopf zum Anlegen.

  1. Thema eingeben (Pflicht). Halte die Schreibweise konsistent zu vorhandenen Themen, sonst zersplittert die Gruppierung.
  2. Beobachtung (Fakt) beschreiben. Konkret, mit Datum oder Uhrzeit, wenn relevant.
  3. Muster ausfüllen. Was vermutest du, in welchen Zusammenhang gehört das.
  4. Selbstregulation notieren. Was nimmst du dir vor. Wenn nichts, schreibe "abwarten und in zwei Wochen erneut prüfen". Leerlassen vermeiden.
  5. Status setzen.
  6. Optionale Felder ergänzen, wenn passend.
  7. Speichern.

Die Beobachtung erscheint sofort in der Liste, sortiert nach Thema und innerhalb des Themas nach Erstellungsdatum.

Bearbeiten und Löschen

Beobachtungen sind nicht eingefroren. In der Detailansicht kannst du jeden Eintrag bearbeiten und alle Felder anpassen. Jede Änderung wird mit aktualisiertem Zeitstempel gespeichert; das Profil bekommt zusätzlich eine neue Version (siehe Basisdaten).

Löschen ist endgültig. Lösch eine Beobachtung nur, wenn sie wirklich falsch war. Bei "ist zwar gewesen, aber ich finde es nicht mehr relevant" ist Status auf "geklärt" oder "abgeklungen" der bessere Weg, weil der Verlauf erhalten bleibt.

Quelle (Provenienz)

Jede Beobachtung trägt ein Quelle-Feld, das anzeigt, woher sie stammt:

  • Du selbst: Manuell angelegt.
  • KI: Vom KI-Assistenten aus einem Befund oder einer Eingabe extrahiert (siehe ePA-Import).
  • Arzt: Aus einem ärztlichen Dokument (Arztbrief, Befund) übernommen.

Die Quelle bleibt erhalten, auch wenn du eine Beobachtung später bearbeitest. Eine KI-Beobachtung, die du verfeinerst, bleibt als KI-Quelle markiert; die Bearbeitung wird im Versionsverlauf des Profils dokumentiert.

Tipps für nutzbare Beobachtungen

  • Sei konkret. "Kopfschmerzen rechtsseitig, Druckgefühl, gegen 7:30 Uhr aufgewacht" hilft in zwei Monaten viel mehr als "Kopf hat wehgetan".
  • Halte das Thema kurz. Ein bis drei Wörter reicht. Lange Themen zerteilen die Gruppierung.
  • Schreibe Muster und Selbstregulation auch dann, wenn sie nur Hypothesen sind. Eine schwache Hypothese ist besser als keine, weil du sie später anpassen oder verwerfen kannst.
  • Trau dich zu Zusatzfeldern, wenn das Standardraster nicht passt. Lieber ein eigenes Feld "Schlafdauer" als Daten in den Fließtext quetschen.

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Stand: 2026-04-27 (Iteration 1, erste Inhalte)